Schwangerschaftsvorsorge

SchwangerschaftsvorsorgeSie sind Schwanger? Herzlichen Glückwunsch!

Beginnend mit den ersten Anzeichen einer Schwangerschaft über die ersten Kindsbewegungen bis hin zu den letzten Tagen vor der Geburt: Wir freuen uns, Sie durch diese besonderen 9 Monate begleiten zu dürfen.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen helfen, mögliche gesundheitliche Gefahren für Mutter und Kind früh zu erkennen und behandeln zu können.

Mutterschaftsvorsorgen werden in dem für Sie angelegten Mutterpass dokumentiert. Diesen sollten sie in der gesamten Schwangerschaft immer bei sich tragen. Sollte es Komplikationen geben, können sich die behandelnden Ärzte über Ihren bisherigen Verlauf der Schwangerschaft sofort informieren. Die Vorsorgeuntersuchungen finden in den ersten 30 Schwangerschaftswochen in 4-wöchigen Abständen und danach alle 2 Wochen statt.

Untersuchungen in der Übersicht

Schwanger-
schafts-
Woche
Unter-
suchungen
Zusatz-
unter-
suchungen
von Ihnen zu beachten
9. – 12. vag. Untersuchung Blutdruck, HB, Urin, Gewicht Toxoplasmose-Test Folsäure, Jod 200mg, keine rohen, tierischen Nahrungsmittel
Antikörpersuchtest (Blut) Röteln, Syphilis, HIV, Blutgruppe
1. Ultraschall
12. - 16. vag. Untersuchung Blutdruck, HB, Urin, Gewicht, Chlamydien-Test Ersttrimesterscreening (Nackenfaltenmessung),
Pränatale genetische Untersuchungen,
Ultraschall
20. - 22. vag. Untersuchung Blutdruck, HB, Urin, Gewicht Organultraschalluntersuchung Info über Krankenhäuser Anmeldung zur Geburtsvorbereitungskursen
2. Ultraschall
24. - 26. vag. Untersuchung, Blutdruck, HB, Urin, Gewicht, Antikörpersuchtest Ultraschall, 3D/4D-Ultraschall Magnesium, Omega-3-Fettsäuren
Diabetes-Test
27. - 29. vag. Untersuchung, Blutdruck, HB, Urin, Gewicht Ultraschall, 3D/4D-Ultraschall Beratung Nabelschnurblut
ggf. Anti-D-Prophylaxe ggf. CTG
29. - 31. vag. Untersuchung, Blutdruck, HB, Urin, Gewicht, CTG
3. Ultraschall
34. - 35. vag. Untersuchung, Blutdruck, HB, Urin, Gewicht, Hepatitis-Serologie, CTG Ultraschall Mutterschutz, Anmeldung im Krankenhaus
36. - 40. vag. Untersuchung, Blutdruck, HB, Urin, Gewicht CTG (wöchentlich , ggf. häufiger) Ultraschall, Streptokokkenabstrich

 

Datum: Letzte Periode Errechneter Geburtstermin

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Ina Seemann-Mühlhäußer

PRAXIS für FRAUENHEILKUNDE

Schwangerschaftskalender

 

Eisprung und Befruchtung
Einnistung der Eizelle in die Gebärmutter
Urin Schwangerschaftstest ist möglich
Der Herzschlag des Embryos ist im Ultraschall sichtbar
1.Ultraschall (9.-12.Woche) im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge
Ersttrimesterscreening (12.-14.Woche)
Fruchtwasseruntersuchung (Amniozentese)
Das Geschlecht des Kindes ist ab jetzt in den meisten Fällen im Ultraschall zu erkennen
2.Ultraschalluntersuchung (19.-22.Woche) nach Wunsch der Eltern wahlweise
- Basis Ultraschalluntersuchung oder
- erweiterte Basis Ultraschalluntersuchung
Erste Bewegungen des Kindes sind etwa ab jetzt spürbar
Glucosebelastungstest zum Ausschluß eines Schwangerschaftsdiabetes
Ab der vollendeten 24 SSW haben Frühgeborene Chancen zu überleben
3.Ultraschalluntersuchung (29.-32. Woche) im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge
Beginn der Geburtsvorbereitungskurse
Beginn des Mutterschutzes
Errechneter Entbindungstermin

Sprechzeiten
Mo-Fr 8.00-12.00 Uhr
Di und Do 15.00-18.00 Uhr
und nach Vereinbarung

Ina Seemann-Mühlhäußer · PRAXIS für FRAUENHEILKUNDE · Kassenberg 32 · 45479 Mülheim a. d. Ruhr
Telefon 0208 / 59 48 090 · Fax 0208 / 59 48 0929 · info@ina-seemann.de


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Standarduntersuchungen

Antikörpersuchtest

In den ersten Schwangerschaftswochen erfolgt eine Blutgruppenbestimmung einschließlich des Rhesusfaktors. Der Antikörpertest zeigt, ob Blutgruppenunverträglichkeiten zwischen Ihnen und Ihrem Baby vorliegen.
Falls Ihre Blutgruppe rhesus-negativ ist, könnten Sie Abwehrstoffe gegen das kindliche Blut entwickeln. Auch nach einer Fehlgeburt, einer Eileiterschwangerschaft oder einem Schwangerschaftsabbruch kann das geschehen. Um eine Antikörperbildung zu verhindern, wird bei schwangeren Frauen des Typs rhesus-negativ eine Anti-D-Prophylaxe durchgeführt (24. - 28. SSW).

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Röteltest

Eine Rötelinfektion ist bei Kindern meist eine harmlose Erkrankung. In der Schwangerschaft gehört sie zu den am meisten gefürchteten Infektionen, da sie den Mutterkuchen infizieren und sich im Blutkreislauf des ungeborenen Kindes ausbreiten kann. Vor allem Infektionen zu Beginn der Schwangerschaft können schwerwiegende Folgen haben.
Wer als Kind die Röteln gehabt hat oder geimpft worden ist, hat in den meisten Fällen einen ausreichenden Schutz und kann nicht erkranken. Der Röteltiter wird zu Beginn der Schwangerschaft im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge überprüft.
Schwangere ohne Rötelantikörperschutz sollten Kontakt zu Kindern und ungeimpften Personen meiden. Durch eine 2. Kontrolle in der 12. - 14. SSW wird eine Rötelinfektion ausgeschlossen.

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HIV-Test

In der Schwagerschaft besteht die Möglichkeit, eine Untersuchung auf HIV (AIDS-Virus) durchführen zu lassen. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen.

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Chlamydien

Chlamydieninfektionen in der Schwangerschaft können bei der Geburt zu einer Infektion der Augen, Stimmbänder und der Lunge des Neugeborenen führen. Die Mutterschaftsrichtlinien sehen einen Test in der Schwangerschaft vor.

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Syphilis

Die Krankheitserreger – durch den Geschlechtsverkehr übertragen – können zu jedem Zeitpunkt der Schwangerschaft, aber bevorzugt ab der 18. SSW, das ungeborene Kind infizieren. Dies kann zu Fehl-, Früh- oder Totgeburten sowie Missbildungen führen. Wird eine Infektion der Mutter in der Schwangerschaft erkannt, kann durch eine Behandlung mit Antibiotika die Ansteckung des Kindes vermieden werden.

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CTG

Die Cardiotokographie ist eine wichtige Standarduntersuchung in der Schwangerschaft. Das CTG misst neben der Wehentätigkeit den Herzschlag des Kindes. Die Analyse von Frequenzveränderungen ermöglicht es, Aussagen über den aktuellen Gesundheitszustandes des Kindes zu machen.

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Schwangerschaftsdiabetes-Test

Als Gestationsdiabetes bezeichnet man eine Störung des Kohlenhydratstoffwechsels, die erstmalig während der Schwangerschaft auftritt oder erst zu diesem Zeitpunkt erkannt wird. Sie ist mit einer Auftrittswahrscheinlichkeit von 5% eine der häufigsten Erkrankungen in der Schwangerschaft. Hierbei wird das Hormon Insulin, das den Zuckerhaushalt reguliert, entweder zu wenig gebildet oder ist nur vermindert wirksam. Häufig sind davon übergewichtige Schwangere und sogenannte Spätgebärende betroffen.
Die Folgen eines Gestationsdiabetes können übergewichtige, aber trotzdem unreife Neugeborene sein, was zu ernsthaften Komplikationen bei der Geburt führen kann. Auch das Risiko auf Wachstumsstörungen, Frühgeburtlichkeit und Fehlbildungen steigt bereits bei leicht erhöhten Blutzuckerwerten der Mutter. Sollte Ihr Zuckerbelastungstest zu hoch ausfallen, gibt es Behandlungsmöglichkeiten, die Sie und Ihr Kind schützen.

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Hepatitis B

Bei einer Hepatitis B Infektion der Schwangeren ist eine Übertragung des Virus während der Geburt auf das Kind möglich. Einmal infiziert, nimmt die Erkrankung bei über 90% der infizierten Neugeborenen einen chronischen Verlauf. Um dies zu vermeiden, werden Schwangere nach der 32. SSW auf eine Hepatitis B-Infektion untersucht. Ist die Mutter erkrankt, kann das Kind unmittelbar nach der Geburt durch passive und aktive Impfungen geschützt werden.

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1.Ultraschallscreening

UltraschallDas erste Ultraschallscreening sollte zwischen der 9. - 12. SSW. stattfinden. Der Embryo wird vermessen und das Alter der Schwangerschaft – anhand der Scheitel – Steißlänge – bestätigt.
Vitalitätszeichen wie Herzschlag und Bewegung geben in dieser frühen SSW schon wichtige Hinweise zur Gesundheit des Kindes. Außerdem können die zeitgerechte Entwicklung und sonographische Auffälligkeiten des Embryos überprüft werden. Auch für die Beurteilung einer Mehrlingsschwangerschaft ist die Screeninguntersuchung von Bedeutung.

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2.Ultraschallscreening

Entsprechend der Mutterschaftsrichtlinien wird diese Untersuchung zwischen der 19. und 22. SSW durchgeführt. Das Kontrollieren der zeitgerechten Entwicklung, die Darstellung der wichtigsten Organstrukturen und die Beobachtung von Mutterkuchen und Fruchtwassermenge sind das zentrale Anliegen dieser Untersuchung.

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3.Ultraschallscreening

Mit besonderem Augenmerk auf den Wachstum der kindlichen Organe ist zwischen der 29. und 32. SSW eine weitere Untersuchung notwendig. Größe, Gewicht und Körperproportionen werden ermittelt. Die Struktur des Mutterkuchens sowie die Fruchtwassermenge können Hinweise auf eine drohende Unterversorgung des Kindes geben.

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Zusatzuntersuchungen

Zusatzuntersuchungen, die nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden.

Kontrolle der Toxoplasmose-Immunitätslage:

Die Toxoplasmose ist eine durch Parasiten übertragene Infektionskrankheit, deren rechtzeitiges Erkennen in der Schwangerschaft von besonderer Bedeutung ist. In manchen Erkrankungsfällen kommt es zu grippeähnlichen Beschwerden mit Lymphknotenschwellung, in vielen Fällen verläuft die Infektion völlig unbemerkt. Diagnostiziert wird sie über den Nachweis von Antikörpern im Blut. Hauptwirt für den Parasiten sind Katzen. Infizierte Tiere scheiden die Eier des Erregers mit dem Kot aus. Diese sind sehr widerstandsfähig, und können über zahlreiche Wege zum Menschen gelangen. Ein wichtiger Infektionsweg ist der Verzehr von rohem Fleisch(z.B. Mett, Tatar).

Für Nichtschwangere ist die Toxoplasmose eine harmlose Erkrankung ohne Folgen, es bleibt eine lebenslange Immunität zurück und, bei einer späteren Schwangerschaft, kann das Kind im Mutterleib sich nicht infizieren.

Kommt es allerdings während der Schwangerschaft zu einer Erstinfektion, kann die Krankheit auf das Ungeborene übertragen werden. Schwere Schädigungen u.a. des kindlichen Gehirns und die Gefahr einer Fehlgeburt können die Folge sein. Die frühzeitige Diagnose einer Toxoplasmose-Infektion ist für die Therapie entscheidend. Durch eine gezielte antibiotische Behandlung in der Schwangerschaft ist es möglich nahezu alle schweren Folgen der Erstinfektion zu verhindern.

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TSH-Test

Stoffwechselstörungen der Schilddrüse der Mutter können einerseits zu Frühgeburten führen, andererseits zu Erkrankungen des Neugeborenen. Die Entwicklung des fetalen Gehirns und damit auch die Intelligenz werden durch den Stoffwechsel der Schilddrüse beeinflußt. Ein Bluttest, am besten vor Eintreten der Schwangerschaft zeigt, ob Ihre Schilddrüsenwerte im Normbereich liegen.

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Ersttrimesterscreening (NT-Messung)

Chromosomenstörungen sind Veränderungen der Anzahl oder des Aufbaus der Gene. Die bekannteste und häufigste ist die Trisomie 21, also das drei-statt zweifache Vorkommen des Chromosoms 21. Andere Bezeichnungen für die Trisomie 21 sind Down-Syndrom oder Mongolismus.

Das Risiko einer Trisomie 21 steigt mit zunehmendem Alter der werdenden Mutter an. Die weitaus meisten Kinder mit Down-Syndrom werden aber von Frauen unter 35 Jahren geboren.

      Wahrscheinlichkeit für die Trisomie 21 bei der Geburt
      (nur in Abhängigkeit vom mütterlichen Alter)

Mütterliches AlterWahrscheinlichkeit einer Trisomie 21
20 Jahre1 :1.526
25 Jahre1 :1.352
30 Jahre1 :658
34 Jahre1 :446
36 Jahre1 :280
38 Jahre1 :167
40 Jahre1 :97
42 Jahre1 :55
44 Jahre1 :30

Durch das Ersttrimesterscreening kann bei jeder Schwangeren zwischen der 12. Und 14. Schwangerschaftswoche ein Profil erstellt werden, dass mit hoher Genauigkeit das individuelle Risiko für eine Erkrankung des Kindes an einem Down Syndrom ergibt. Diese Untersuchung ist für Mutter und Kind nicht belastend und ungefährlich. Zur Berechnung des Risikos sind eine Blutabnahme (Bestimmung des PAPP-A und des freien ß-HCG ) und die Ultraschalluntersuchung notwendig. Dabei wird im Nacken des Kindes eine Messung des Nackenödems (nuchal translucency, = NT) vorgenommen. Dieses wird durch eine Flüssigkeitsansammlung in der Nackenregion gebildet und ist grundsätzlich bei allen Kindern in diesem Untersuchungszeitraum darstellbar. Der Messwerte, die Laborwerte, das Alter der Mutter und die Schwangerschaftswoche lassen eine individuelle Risikoberechnung für chromosomale Erkrankungen des Kindes zu, deren Genauigkeit bis zu 90% erreichen kann.

Ist zusätzlich das kindliche Nasenbein gut darstellbar, erhöht sich noch einmal die Aussagekraft bezüglich des Down-Risikos. Beim Ersttrimesterscreening wird nur ein Risiko ermittelt. Eine definitive Aussage über eine Erkrankung an Trisomie 21 oder andere chromosomale Erkrankungen kann nur die Fruchtwasseruntersuchung oder eine Chorionzottenbiopsie geben.

Darüber hinaus findet man bei Kindern mit auffälliger Nackentransparenz gehäuft Herzfehler, Skelettfehlbildungen, und andere Krankheitssyndrome.

Das Ersttrimesterscreening ermöglicht ohne Gefahr für Mutter und Kind eine sehr genaue Risikoabschätzung und dient als rationale begründete Entscheidungshilfe für oder gegen eine weitergehende invasive Diagnostik. Sie kann jedoch keine definitive Aussage zum Vorliegen einer Erkrankung machen.

Voraussetzungen für eine genaue Messung sind ein hochauflösendes Ultraschallgerät und ein zertifizierter Untersucher. Jährliche Prüfungen garantieren eine bleibende hohe Untersuchungsqualität.

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Pränatale genetische Untersuchungen

Vorgeburtliche (pränatale) genetische Untersuchungen können von Zellen und Erbmaterial (Genen) aus dem Fruchtwasser, aus der Placenta und aus dem Blut des Ungeborenen oder der Mutter vorgenommen werden. Die meisten dieser Eingriffe sind mit einem Risiko für das ungeborene Kind verbunden. Seit 2013 stehen fetale DNA-Teste zur Verfügung, die mit mütterlichem Blut durchgeführt werden können. Im Blut jedes Menschen zirkulieren kleinste Bruchstücke von Erbsubstanz (DNA). Bei schwangeren Frauen sind bis zu 10% dieser DNA vom ungeborenen Kind.

Die drei zur Zeit zur Verfügung stehenden Testverfahren (Panoramatest, LifeCodexx, Harmony Test) können wichtige genetischen Erkrankungen anhand dieser Erbträgerteilstücke aus mütterlichem Blut erkennen. Dabei handelt es sich um die:

  • Trisomie 21 (Down-Syndrom,)
  • Trisomie 18 (Edwards-syndrom)
  • Trisomie 13 (Pätau-Syndrom)

Diese Teste können genutzt werden, wenn Eltern ausschließlich die Wahrscheinlichkeit einer dieser Trisomien bei Ihrem Kind bestimmen möchten, ohne eine Fruchtwasserentnahme (Amniozentese) oder Placentabiopsie vornehmen zu lassen.

Die Untersuchungen an fetaler DNA sind grundsätzlich nach der vollendeten 9. Schwangerschaftswoche möglich. Allerdings sind nach der 11. Schwangerschaftswoche Ultraschalluntersuchungen aussagekräftiger als zu einem früheren Zeitpunkt. Viele Schwangere treffen zu Recht ihre Entscheidung, welche weiterführenden Teste vorgenommen werden sollen, anhand der Ultraschalluntersuchungen zwischen der 11. und 13. Schwangerschaftswoche. Dann ist weitgehend auch die Phase der frühen Fehlgeburten abgeschlossen. Auch der höhere Anteil an fetaler DNA im mütterlichen Blut spricht für einen späteren Zeitpunkt der Blutentnahme.

Auffälligkeiten des Feten im Ultraschall können zahlreiche Gründe haben. Diese können genetische aber auch nicht genetisch bedingte Ursachen haben. In diesen Fällen ist der fetale DNA-Test für eine umfassende Abklärung nicht geeignet. Außerdem ist zu bedenken, dass nur drei von zahlreichen genetischen Veränderungen getestet werden können und diese auch nicht mit 100% iger Sicherheit. In 2-3% der Untersuchungen gelingt die Analyse aus dem mütterlichen Blut nicht und der Test liefert keine Informationen.

Bei Mehrlingsschwangerschaften kann der fetale DNA-Test derzeit noch nicht genutzt werden.

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Alpha Fetoprotein-Screening

Unter Neuralrohrdefekten versteht man eine Gruppe von Erkrankungen des Zentralnervensystems wie z.B. die Spina bifida(offener Rücken), die mit schweren Neurologischen Störungen wie Lähmungen oder Einschränkungen der Blasen- oder Darmfunktion verbunden sein kann. Im schlimmsten Fall kommt es zu schweren Fehlbildungen des Schädels und Gehirns.
Im Falle eines Neuralrohrdefektes tritt kindliches AFP (Alpha Fetoprotein) ins mütterliche Blut über.
Aus dem gemessenen AFP-Wert kann unter Berücksichtigung des Schwangerschaftsalters (16.- 18. SSW) das Risiko einer solchen Erkrankung ermittelt werden.

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Ultraschalluntersuchungen

Der Wunsch werdender Eltern nach regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen bei den Vorsorgeterminen ist nicht nur aus medizinischer Sicht eine sinnvolle Bereicherung. Die Möglichkeit, das heranwachsende Baby mit eigenen Augen zu sehen und somit die Entwicklung zu begleiten, es frühzeitig in sein Herz schließen zu können, ist durch moderne, hoch auflösende Ultraschallgeräte heute erheblich verbessert worden.

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3D/4D Ultraschall3D-Ultraschall

Mit dem 3D/4D Ultraschall steht uns eine Technik zu Verfügung, die farblich plastische Bilder Ihres Kindes in Bewegung zeigen kann.
Bei guten Sichtbedingungen (nicht zu kräftiger Bauchdecke, keine Bauchlage des Kindes und ausreichend Fruchtwasser) können Sie, gerne auch mit Ihrer Familie, einen realitätsnahen Eindruck von Ihrem Baby gewinnen.

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Streptokokken-Scheidenabstrich

Streptokokken (ß-hämolysierende Streptokokken Gruppe B ) sind Bakterien, die in der Scheide und am Muttermund vorkommen können. Bei bis zu 30% aller Schwangeren finden sich diese Streptokokken im Genitaltrakt. Bei der Geburt kann es zu einer Übertragung dieser Bakterien auf das Kind und zur Entstehung einer schweren Erkrankung des Neugeborenen kommen. Diese kann innerhalb der ersten beiden Lebenstage oder auch als Spätform nach 7 -10 Tagen auftreten. Die Sterblichkeit vor allem der Frühform ist hoch. Bei Nachweis von Streptokokken bei einer Schwangeren besteht die Möglichkeit, eine Übertragung auf das Kind unter der Geburt durch die kurzzeitige Gabe von Penicillin zu verhindern. Die Abstrichkontrolle wird je nach Verlauf der Schwangerschaft ca. ab der 36. SSW empfohlen.

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Geburtsvorbereitung

Geburtsvorbereitungskurse werden von Krankenhäusern mit Geburtshilflicher Abteilung, Hebammen oder Geburtshäusern angeboten.
Die Kurse können über bis zu 8 Wochen dauern, so das Sie am besten zwischen der 28. und 30. SSW damit beginnen. Crash-Kurse finden an ein oder zwei Wochenenden statt. In diesen Kursen erfahren Sie und Ihr Partner viel Wissenswertes über körperliche und seelische Veränderungen in der Schwangerschaft , über Geburt und Wochenbett. Kreißsaalbesichtigungen mit allen seinen Geräten und Einrichtungen, geben Ihnen die Möglichkeit vor Ort Fragen zu stellen und sich ein wenig mit dieser Umgebung vertraut zu machen.
Sie lernen Atem - und Entspannungstechniken , die Ihnen unter der Geburt helfen können. Je besser Sie auf die Geburt Ihres Kindes vorbereitet sind, desto leichter können Sie mit Ihren Ängsten umgehen.

Mutterschutz

Der Mutterschutz umfasst einen Zeitraum von 6 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin bis 8 Wochen nach der tatsächlichen Geburt des Kindes. Bei einer Frühgeburt verlängert sich der Mutterschutz nach der Geburt um den Zeitraum, um den das Baby zu früh gekommen ist. Wiegt das Neugeborene weniger als 2500g oder haben Sie Mehrlinge zur Welt gebracht, verlängert sich der Mutterschutz auf 12 Wochen nach der Geburt.
In dieser Zeit ist die Schwangere von der Arbeit freigestellt, auf eigenen, ausdrücklichen Wunsch hin können Sie jedoch bis zur Geburt arbeiten. In der Zeit nach der Geburt besteht ein absolutes Beschäftigungsverbot.
Als Schwangere sind Sie verpflichtet, Ihrem Arbeitgeber eine ärztliche Bescheinigung über den Geburtstermin vorzulegen. Die Kosten trägt der Arbeitgeber. Im Mutterschutzgesetz sind die Arbeitsbedingungen für werdende Mütter, Wöchnerinnen und stillende Mütter geregelt.
Weitere Informationen erhalten Sie beim Amt für Arbeitsschutz, Bezirksregierung Düsseldorf, Postfach 300865, 40408 Düsseldorf

Nachsorge und Rückbildung

Lassen Sie sich Zeit! Das Leben mit einem Neugeborenen ist ganz besonders. Der Tages und Nachtrhythmus, Gewohnheiten und Bedürfnisse der Eltern, alles wird erst mal anders. Nehmen Sie sich mit Ihrem Partner Zeit, Ihr Kind kennen zu lernen und als Familie zusammenzuwachsen.
Lassen Sie sich helfen. Zum Beispiel durch eine Nachsorge-Hebamme, die Ihnen im Wochenbett mit Rat und Tat zur Seite stehen kann.
Achten Sie auf ausgewogene Ernährung und regelmäßige Flüssigkeitszufuhr von möglichst drei Litern am Tag.
Gezielte Rückbildungsgymnastik fördert die Rückbildung der inneren Organe und stärkt Ihre überdehnte Bauch und Beckenmuskulatur. Fangen sie mit leichten Übungen an. Nach einem Kaiserschnitt sollten Sie etwas länger mit der Rückbildung warten. Nach der Geburt sind Probleme mit dem Beckenboden häufig. Manchmal können Frauen den Urin nur schlecht halten, insbesondere beim Husten, Niesen oder Lachen. Diese Probleme verschwinden meist nach einiger Zeit wieder, durch gezielte Gymnastik geht es schneller und effektiver. Nach 6 Wochen, wenn das Wochenbett abgeschlossen ist, sollten wir uns in der Praxis wieder sehen. Natürlich freuen wir uns besonders, wenn es Ihnen möglich ist Ihr Baby mitzubringen! Wir kontrollieren, ob sich alles gut zurückgebildet hat und überlegen gemeinsam, welche Form der Verhütung für Sie jetzt am besten ist.

Stillen

Das Stillen gilt als die optimale Ernährungsform für Säuglinge. Die Muttermilch passt sich zu jedem Zeitpunkt dem aktuellen Bedarf des Kindes an und versorgt es so mit allem Notwendigen.
In den ersten Lebenstagen wird die sog. Vormilch produziert. Sie enthält viel Eiweiß und Mineralien, jedoch wenig Fett, das von dem Neugeborenen noch nicht richtig verdaut werden kann. Mit der Vormilch versorgen Sie Ihr Kind gleichzeitig auch mit Ihrem Immunschutz gegen Krankheiten. Dadurch sind Stillkinder weniger Infekt anfällig. Der Körper Ihres Kindes muss nach der Geburt erst lernen, welche Erreger in seiner Umwelt vorkommen und abgewehrt werden müssen, Stillen gilt darüber hinaus als wichtiger Faktor bei der Vorbeugung von Allergien. Vor allem allergiegefährdete Kinder sollten deshalb 4 – 6 Monate ohne Beifüttern gestillt werden.
Nicht zuletzt fördert das Stillen den innigen Kontakt zwischen Ihnen und Ihrem Kind.

Aktuelles: Zikavirusinfektion

Das von der asiatischen Tigermücke übertragene Zikavirus wird für die Häufung von Gehirnfehlbildungen bei Neugeborenen in Südamerika verantwortlich gemacht.

Die Deutsche Tropenmedizinische Gesellschaft sowie das Auswertige Amt haben eine Reisewarnung für Schwangere ausgesprochen. Es muss mit einer schnellen Ausbreitung in weitere Länder gerechnet werden. Neben dem direkten Stich der infizierten Mücke können Infektionen über das Blut und über Samenflüssigkeit übertragen werden.

Aktuelle Informationen finden Sie auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts RKI-Zikavirus-Infektion.

Eine akute Gefährdung für Schwangere in Deutschland liegt nicht vor.

Buchempfehlungen

Schwangerschaft und Geburt

  • Silvia Höfer und Alenka Scholz: Meine Schwangerschaft: Tag für Tag
  • Ingeborg Stadelmann: Die Hebammensprechstungen
  • Alexandra Gendelmann: Unser Babby kommt (DVD)
  • Jutta Ott-Gmelch und Verena Böning: Geburt erleben

Stillen und Rückbildung

  • Hannah Lothrop: Das Stillbuch
  • Márta Guóth-Gumberger und Elizabeth Hormann: Stillen
  • Christine Niersmann: Rückbildungsgymnastik (DVD)

Baby und Eltern

  • Remo H. Largo: Babyjahre: Entwicklung und Erziehung in den ersten vier Jahren
  • Sabine Andresen und Micha Brumlik: Das Elternbuch
  • Frédérick Leboyer: Sanfte Hände
  • Mechthild Deyringer: Bindung durch Berührung
  • Thomas Harms: Emotionelle Erste Hilfe
  • Nicole Menche, Herbert Renz-Polster und Arne Schäffler: Gesundheit für Kinder
  • Ria Blom: Wenn Babys häufig schreien
  • Michel Odent: Die Wurzeln der Liebe

Geschwister

  • Astrid Lindgren: Ich will auch Geschwister haben
  • Anna Herzog und Joëlle Tourlonias: Ein Baby in Mamas Bauch
  • Sabine Cuno und Susanne Szesny: Wir sind jetzt vier!
  • Grethe Fagerström und Gunilla Hansson: Peter, Ida und Minimum